Was passiert, wenn man ein Bild nicht bearbeiten will, sondern es einfach von einem selbstgeschriebenen Code verändern lässt?
Das habe ich in meinem CyberMentor-Projekt ausprobiert. So werden normale Bilder zu abstrakten Werken, ohne künstliche Intelligenz. CyberMentor ist ein Online-Mentoring-Programm für Mädchen, die sich für MINT-Fächer wie Informatik, Technik oder Naturwissenschaften interessieren. Jede Teilnehmerin bekommt eine eigene Mentorin, die im MINT-Bereich arbeitet oder studiert. Mit ihr kann man dann das ganze Jahr über an Projekten arbeiten und Fragen zum Studium stellen.
In meinem Projektletztes Jahr habe ich mit der Plattform Processing gearbeitet, mit der man Bilder und Grafiken programmieren kann. Meine Idee war, ein normales Foto so zu verändern, dass es aus vielen Kreisen mit unterschiedlicher Helligkeit besteht. Man kann sie auch farbig machen, aber dann nur einfarbig.
Das Programm wählt dafür zufällig bestimmte Pixel aus dem Originalbild aus und ersetzt sie durch Kreise, deren Größe auch veränderbar ist. Nicht jeder Pixel wird verwendet, weshalb jeder Durchlauf etwas anders aussieht. Die Größe und Dichte der Kreise bleibt bei einem Durchgang gleich, nur ihre Helligkeit verändert sich. Diese richtet sich nach der Helligkeit des ursprünglichen Pixels: helle Bildstellen werden zu hellen Kreisen, dunkle zu dunkleren.

So erkennt man das Originalbild wieder, auch wenn es anders aussieht. Durch das Projekt habe ich gelernt, wie man mit Programmcode kreative Effekte erzeugen kann, und dass Informatik nicht nur das Programmieren von Webseiten und so weiter ist, sondern auch kreativ und künstlerisch sein kann.
Sophie Zhou, (9C)

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